Baby raten! So organisierst du ein Baby-Tippspiel für die ganze Familie (Oma und Opa inklusive)
Irgendwann um die 30. Woche endet jedes Familiengespräch gleich. „Und, was meinst du, wann?“ Oma ist sicher, dass es früher kommt. Dein Bruder setzt auf einen Jungen. Deine Nichte will nur wissen, ob das Baby Locken bekommt, so wie sie.
Diese Tipps fliegen längst herum. Ein Baby-Tippspiel für die Familie fängt sie einfach ein, schreibt sie auf und macht aus dem Warten etwas, das alle gemeinsam spielen. So organisierst du eins, das für eine Vierjährige, einen Vierundachtzigjährigen und den Cousin drei Zeitzonen weiter funktioniert.
Warum ein Familienspiel besser ist als ein Babyparty-Spiel
Ein Babyparty-Spiel dauert einen Nachmittag und schließt nur die Leute im Raum ein. Ein Familien-Tippspiel läuft wochenlang, und das ändert alles:
- Alle sind dabei, auch die, die es nie zu einer Babyparty schaffen: die Großeltern im Ausland, der Onkel mit Schichtdienst, die Kinder, die schon im Bett lagen.
- Die Vorfreude wächst. Jeder Familienchat bis zur Geburt hat seinen Running Gag: „Bleibst du beim 14., Papa?“
- Die Auflösung wird größer. Wenn das Baby da ist, teilst du nicht nur Namen und Gewicht. Du verkündest einen Gewinner, und die halbe Familie wartet genau darauf.
Neu bei der Idee? Was ist ein Babypool erklärt es in zwei Minuten.
Schritt 1: wähle, was die Familie tippt
Bleib bei fünf oder sechs Dingen. Bei zu vielen Fragen gibt Opa auf halbem Weg auf. Über diese streiten Familien wirklich gern:
- Geburtsdatum. Der Klassiker. Jeder hat eine Theorie, und jeder liegt in eine andere Richtung daneben.
- Uhrzeit. Ein schöner Tiebreaker, und Kinder lieben es, „mitten in der Nacht“ zu tippen.
- Junge oder Mädchen. Nur, wenn es noch eine Überraschung ist. Wisst ihr es schon, tauscht die Frage gegen die nächste.
- Gewicht. Hier sind Großeltern richtig gut. Sie haben mehr Neugeborene gesehen als alle anderen.
- Größe. Schwieriger, als es klingt, und gerade deshalb lustig.
- Haare. Viele, wenige oder gar keine? Bonuspunkte für die Farbe.
- Augenfarbe. Kaum vorherzusagen, deshalb trennt sie das Feld schön auf.
- Der Name. Ist er noch geheim, lass die Familie raten. Nichts bringt einen Gruppenchat so in Gang wie „Den Namen würdest du doch nie einem Kind geben, oder?“
Mehr Inspiration? Unsere 30 Babyparty-Fragen liefern die lustigen Extras, vom ersten Wort bis zur Frage, wem das Baby ähnlich sieht.
Schritt 2: hol jede Generation ins Spiel
Das macht ein Familienspiel anders, und genau hier geben die meisten zu früh auf. Ein paar Tricks:
Großeltern. Schick nicht nur einen Link und hoffe. Ruf sie an, stell die Fragen laut und trag die Antworten für sie ein. Fünf Minuten am Telefon, und sie sind dabei und erzählen es allen im Verein. Sind sie online fit, funktioniert ein geteilter Babypool mit einem einzigen Link genauso gut: antippen, ausfüllen, fertig.
Kinder. Lass sie erst mit Stiften auf Papier tippen und trag es dann unter ihrem eigenen Namen ein. Ein Tipp wie „sechs Kilo und lila Augen“ ist genau die Art Einsendung, die bei der Auflösung vorgelesen wird.
Familie im Ausland. Wer nicht dabei sein kann, hat daran am meisten Freude. Poste den Link in die Familiengruppe und setz eine Frist. Zeitzonen spielen keine Rolle, wenn das Spiel Wochen läuft.
Der ehrgeizige Onkel. Den gibt es immer. Er will die genauen Regeln kennen, bevor er mitmacht. Schick ihm die Babypool-Regeln und lass ihn Strategien schmieden. Er macht die Werbung für dich.
Schritt 3: leg die Regeln einmal laut fest
Nichts macht ein Familienspiel schneller kaputt als Streit darüber, wer wirklich gewonnen hat. Klärt drei Dinge, bevor der erste Tipp eingeht:
- Wie der Gewinner ermittelt wird. Punkte pro Frage, am nächsten am Datum, oder „die meisten Antworten richtig“. Wählt eins und sagt es allen.
- Die Frist. Tipps schließen in Woche 37 oder eine Woche vor dem Termin. Danach ändert niemand mehr seine Meinung, so sicher sich Oma plötzlich auch ist.
- Der Tiebreaker. Meist die Geburtszeit. Das Gewicht funktioniert auch.
Schreibt es einmal in den Gruppenchat und verweist später darauf.
Schritt 4: halte es bis zur Geburt lebendig
Ein Tippspiel, das sechs Wochen still liegt, wird vergessen. Ein paar Anstöße halten es warm:
- Teile ab und zu den Zählerstand: „14 Tipps drin, wir warten noch auf Tante Ute.“
- Poste jeden Monat das Bauchfoto und frag, ob jemand seinen Gewichtstipp überdenken möchte (geht nicht, und das ist der Witz).
- Ist der Termin vorbei, feiert jeden Tipp, der ausscheidet. „Papa ist raus.“
Schritt 5: mach aus der Auflösung einen Moment
Geburtsanzeige und Gewinnerverkündung gehören zusammen. Schick das Foto, den Namen, Gewicht und Größe, und direkt darunter: „Und der Gewinner des Familien-Tippspiels ist...“ Dann warte zehn Sekunden, bevor du es auflöst. Familien werden dir sagen, dass genau diese Pause das Beste war.
Preise für ein Familienspiel drehen sich ums Baby, nicht um einen Gutschein:
- Das erste Kuscheln nach den Eltern und Geschwistern.
- Ein Ehrentitel: „Offizielles Baby-Orakel“ auf einer Tasse oder ein gerahmtes Zertifikat.
- Ein Foto mit dem Baby am selben Tag, ausgedruckt und an den Gewinner geschickt.
- Ein kleiner Topf, falls ihr um Geld gespielt habt, mit der Regel, dass die Hälfte ins Sparschwein des Babys wandert.
Bonus: das andere „Baby raten“-Spiel
Wer nach „Baby raten“ sucht, findet auch das klassische Fotospiel: Jedes Familienmitglied schickt ein Babyfoto von sich, du hängst sie an eine Tafel und alle raten, wer wer ist. Es funktioniert wunderbar neben einem Tippspiel, besonders bei einem Familientreffen, bei dem die Großeltern die alten Alben griffbereit haben.
Spielt das Fotospiel für die Lacher am Tag selbst, und lasst das Tippspiel bis zur Geburt weiterlaufen. Mit beiden zusammen bleibt niemand in der Familie außen vor.
Startet euer Familienspiel noch heute
Wählt eure Fragen, ruft Oma an und postet einen einzigen Link in die Familiengruppe. Erstellt einen kostenlosen Babypool, ladet die ganze Familie ein und lasst das Raten beginnen. Das Baby bringt ohnehin bald alle zusammen. Warum nicht ein bisschen früher anfangen?
Lust, selbst mitzuspielen?
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