Babyparty-Wettspiel: So funktioniert das 10x10-Kästchenspiel (gratis Raster + Regeln)
Das Babyparty-Wettspiel mit 100 Kästchen: Das Baby bestimmt den Gewinner. So wird gespielt, mit kostenlosem 10x10-Raster, fairen Regeln und fünf Varianten.
Kostenlos, und eure Gäste brauchen kein Konto.
In den USA gehört es zu jeder Super-Bowl-Party: ein großes Brett mit 100 Kästchen, jeder trägt seinen Namen in ein paar davon ein, und niemand weiß, welches Kästchen gut ist, bis die Zahlen gezogen werden. Das Babyparty-Wettspiel funktioniert genauso, nur ist der Endstand hier das Geburtsgewicht und die Geburtszeit eures Babys.
Es ist das perfekte Spiel für alle Gäste, die sagen: "Ich habe keine Ahnung, trag mich einfach irgendwo ein." Kein Vorwissen nötig, keine falschen Antworten, und Opa hat genau dieselbe Chance wie die Hebamme in der Familie. So richtet ihr es ein, mit einem Raster, das ihr noch heute Abend abmalen könnt.
So funktioniert es, in einer Minute
- Zeichnet ein Raster aus 10 mal 10 Kästchen. Die oberste Reihe und die linke Spalte bleiben vorerst leer.
- Die Gäste wählen Kästchen, indem sie ihren Namen hineinschreiben. Ein Kästchen oder fünf, das entscheidet ihr.
- Ist das Raster voll, werden die Zahlen gezogen. Zieht die Ziffern 0 bis 9 nacheinander aus einem Becher und schreibt sie der Reihe nach oben entlang. Danach das Gleiche für die Seite.
- Das Baby bestimmt den Gewinner. Oben steht die Zehnerstelle des Geburtsgewichts in Gramm, an der Seite die letzte Ziffer der Geburtsminute. Wo sich beide kreuzen, liegt das Gewinnerkästchen.
Beispiel: Das Baby kommt um 04:38 Uhr mit 3.470 Gramm zur Welt. Die Gewichtsziffer ist 7 (die Zehnerstelle von 3.470), die Minutenziffer ist 8 (von 38). Spalte 7 suchen, nach unten bis Reihe 8, und wer dort steht, hat die Babyparty gewonnen.
Das kostenlose 10x10-Raster
Übertragt es auf einen großen Bogen Papier, ein Whiteboard oder in eine Tabelle. Die Fragezeichen sind die Ziffern, die ihr zieht, sobald alle Kästchen vergeben sind.
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Schreibt zwei Beschriftungen dazu, damit niemand fragen muss: "Oben: Zehnerstelle des Gewichts in Gramm" und "Seite: letzte Ziffer der Geburtsminute". Darüber kommen der errechnete Geburtstermin und der Tag, an dem das Raster schließt.
Warum die Zahlen erst am Ende gezogen werden
Das ist die eine Regel, die ihr nie auslassen dürft. Stehen die Zahlen von Anfang an fest, fängt jeder an zu rechnen: die Glückszahl, der Geburtstag des großen Bruders, und zwei Tanten streiten sich um Kästchen 7-7. Zieht ihr die Zahlen erst, wenn das Raster voll ist, ist jedes Kästchen gleich viel wert, und niemand weiß, ob er auf einem Goldkästchen oder einem Verliererplatz sitzt.
Warum die Zehnerstelle und nicht die allerletzte Ziffer? Manche Klinikwaagen runden auf 5 oder 10 Gramm, dann wäre die letzte Ziffer viel zu oft eine 0. Die Geburtsminute dagegen ist völlig zufällig: Jede Ziffer von 0 bis 9 ist gleich wahrscheinlich.
Macht die Ziehung zum Festmoment: Die werdenden Großeltern ziehen die Zahlen aus einem Babyfläschchen oder einem gestrickten Babyschuh. Fotografiert das ausgefüllte Raster und teilt es in der Familiengruppe, dann gibt es einen Beweis, falls das Plakat vor der Geburt verschwindet.
Hausregeln, bevor der erste Name drinsteht
Schreibt sie unter das Raster. Zwei Minuten jetzt ersparen euch später viele Diskussionen.
- Einsatz pro Kästchen. Ein oder zwei Euro sind üblich, oder ihr spielt um einen Preis statt um Geld. Beliebte Aufteilung: die Hälfte für den Gewinner, die andere Hälfte aufs Sparbuch des Babys.
- Leere Kästchen. Fällt der Gewinn auf ein Kästchen ohne Namen, legt vorher fest, was passiert: Der Topf geht ans Baby oder an das nächste besetzte Kästchen rechts davon.
- Offizielle Werte. Gewicht und Uhrzeit kommen aus der Klinik, nicht aus einer Nachricht um drei Uhr nachts.
- Die Eltern spielen nicht mit. Sie sind die Schiedsrichter und dürfen den Gewinner verkünden.
- Einsendeschluss. Das Raster schließt ein paar Wochen vor dem errechneten Termin, an dem Tag werden die Zahlen gezogen, danach ändert sich nichts mehr.
Für Fristen, Preise und Gleichstand im Allgemeinen gibt es unsere Babypool-Regeln, und die gelten für das Wettspiel genauso.
Fünf Varianten des klassischen Rasters
- Kleine Runde, großes Raster. Nur zwanzig Gäste? Dann bekommt jeder fünf Kästchen. Verteilt sie in zufälliger Reihenfolge, damit niemand alle seine Kästchen in eine Ecke packt.
- Das Trostkästchen. Dreht die Gewinnerziffern um (Spalte 8, Reihe 7 statt Spalte 7, Reihe 8) und gebt diesem Kästchen einen kleinen Preis, etwa das erste Stück Kuchen.
- Ziehung per Videocall. Familie im Ausland? Macht die Ziehung live im Videoanruf, damit alle gleichzeitig sehen, welche Zahlen zu ihren Kästchen gehören.
- Datum statt Uhrzeit. Soll es sich mehr nach Geburtstermin anfühlen? Nehmt für die Reihen die letzte Ziffer des Geburtstags (der 16. ergibt eine 6). Etwas weniger zufällig, aber die Familie zählt herrlich mit.
- Zwei Raster. Ein zweites Raster für Größe und Geburtstag, und ihr habt zwei Gewinner und doppelte Spannung.
Das Raster ist Glück, der Babypool ist Bauchgefühl
Das Raster ist toll, weil es reines Glück ist. Genau das ist aber auch seine Grenze: Niemand kann recht behalten. Und die halbe Familie will ja gerade vorhersagen, dass dieses Baby zu spät, ohne Haare und mit 4 Kilo kommt, und dann vor allen recht haben.
Gebt ihnen also beides. Hängt das Raster für die Glücksritter an die Wand und legt einen QR-Code daneben für einen Babypool, in dem jeder auf dem eigenen Handy Datum, Uhrzeit, Gewicht und Namen tippt. Die Punkte werden berechnet, sobald ihr die Geburtsdaten eintragt, und der Cousin in Kanada spielt mit, ohne dass jemand seine Nachrichten auf ein Plakat übertragen muss. Das Tippspiel lieber auch auf Papier? Unsere Babypool-Vorlage hat einen Tippzettel und ein Datumsraster zum Ausdrucken, und für eine Wette unter Kollegen ist der Babypool im Büro in fünf Minuten eingerichtet.
Dann bleibt nur noch das Schönste: auf den Anruf warten, das Raster schnappen und herausfinden, welches Kästchen das Baby ausgesucht hat.
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